17. Februar 2022

Neue Doku JUGEND IN DER DDR – WIE WAR ES WIRKLICH? im ZDF

 

Sonntag | 20. Februar | 23.45 Uhr | ZDF in der Reihe History

 

Jugendliche in der DDR: Sie marschieren hinter roten Fahnen und lauschen heimlich der Musik aus dem Westen. Sie richten sich im Mauerstaat ein und träumen von der Freiheit. Eigentlich wollen die meisten vor allem eines: einfach nur jung sein dürfen. Doch das ist gar nicht so leicht, da der Staat seine Jugend mit Ansprüchen regelrecht überfrachtet. Die „Hausherren von morgen“ sollen so sein, wie die Staatspartei SED es wünscht. Die Doclights-Produktion JUGEND IN DER DDR – WIE WAR ES WIRKLICH? wird am 20. Februar 2022 um 23.45 Uhr im ZDF gezeigt.

 

Viele Jugendliche machen dennoch begeistert mit, glauben sie doch dem Versprechen, dass nach dem verheerenden Zweiten Weltkrieg in der DDR ein besseres Deutschland entsteht. Die „Freie Deutsche Jugend“ (FDJ), der einzig staatlich anerkannte Jugendverband der DDR, wird 1946 mit überparteilichem Anspruch gegründet, bald aber zur „Kampfreserve“ der Staatspartei SED degradiert. Manfred Haertel, der in Brandenburg aufwächst, ist überzeugter FDJler, lässt sich sogar in die FDJ-Leitung seiner Berufsschule wählen. Er möchte etwas verändern, sich im neuen Staat einbringen. Doch als er sich weigert, bei der vormilitärischen Ausbildung mit einer Waffe zu schießen, gerät sein Studienwunsch Lehrer in Gefahr.

 

Regine Sylvester ist 15 Jahre alt, als im August 1961 mitten in ihrer Heimatstadt Berlin die Mauer gebaut wird und das Leben des Teenagers komplett auf den Kopf stellt. Eben noch im Osten wie im Westen zu Hause, muss sie sich nun ganz in der DDR einrichten. Die staatlich verordnete Abgrenzung zum Westen prägt die DDR-Jugend in nahezu allen Lebensbereichen. Aber die Mauer kann nicht verhindern, dass auch die Ost-Jugend dieselben Rhythmen liebt wie ihre Altersgenossen im Westen – von Rock ’n‘ Roll und Beat bis Pop und Hip-Hop.

Das DDR-Bildungssystem gilt vielen bis heute als vorbildlich. Aber war es wirklich so? Offizielles Erziehungsziel ist eine „sozialistische Persönlichkeit“. Abini Zöllner, die in Ostberlin aufwächst, verbindet mit diesem Begriff etwas ganz anderes als von Staats wegen intendiert: Für sie ist es jemand, der zwei Denkweisen verinnerlicht hat – und öffentlich anders redet als er eigentlich denkt: „Also eigentlich keine Persönlichkeit, sondern eher ein Zuchtergebnis.“

 

Wer als Schülerin oder Schüler aufmuckt und aus der Reihe tanzt, muss mit harten Konsequenzen rechnen, wie Sonja Rachow, die in einen der berüchtigten Jugendwerkhöfe eingewiesen wird.

 

In den letzten Jahren der DDR wenden sich immer mehr Jugendliche vom Sozialismus ab. Viele stellen einen Ausreiseantrag, nicht wenige fliehen im Sommer 1989 über Ungarn in den Westen. Andere bleiben, in der Hoffnung, das Land von innen heraus verändern zu können. Für alle war die DDR das Land, das sie geprägt hat. Bis heute.

 

JUGEND IN DER DDR – WIE WAR ES WIRKLICH? ist eine Produktion der Doclights GmbH im Auftrag vom ZDF. Autor:innen: Jana von Rautenberg, Jeannine Apsel, Johannes Nichelmann. Kamera: Thomas Koppehele, Benedikt Fitzke, Marc Francke, Ralf Heinze. Schnitt: Jana Siegfriedsen, Kai Zwede. Grafik: Marc Trompetter. Sprecher: Issak Dentler. Producer: Andreas Vennewald. Produktion (Doclights): Ulrike Römhild. Produktion (ZDF): Frauke Wolf. Die Redaktion beim ZDF verantwortet Mario Sporn. Redaktionsleitung Michael Renz.

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